So findest du den perfekten Hundefahrradanhänger [inkl. Infografik]

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Ein Hundefahrradanhänger eignet sich sowohl für alltägliche Erledigungen, kurze Ausflüge als auch für längere Fahrten im Urlaub. Auf welche Kriterien du beim Kauf eines Hundeanhängers Acht geben solltest, erfährst du hier.

Inhalt:

Der richtige Anhänger für mich und meinen Hund

Damit dein Hund dich gerne auf Reisen und Unternehmungen begleitet, muss er sich im Hundefahrradanhänger wohlfühlen. Und, damit du ihn gerne darin mitnimmst, muss er problemlos hinter dir her rollen und darf dich mit seinem Gewicht nicht zu stark belasten. So weit, so gut.

Damit du dir ein Bild davon machen kannst, welche Maße und praktischen Features dein neuer Hundeanhänger haben sollte, haben wir hier eine übersichtliche Infografik für dich erstellt, die wir im Anschluss genauer erklären.

Infografik Hundefahrradanhänger
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Größe & Gewicht

Um den Anhänger auf die Größe deines Hundes anzupassen, gilt es als erstes deinen Vierbeiner so genau wie möglich abzumessen. Die Länge misst du von der Schnauze bis zum Rutenansatz, während sich dein Hund im Stand befindet.

Die Breite bezieht sich auf die Breite der Brust, den breitesten Teil des Hundes. Bei Messung der Höhe fängst du bei der Pfote an und endest bei der Ohrspitze. Außerdem benötigst du die Ellbogenhöhe, um später die passende Länge zu finden.

Eine exakte Messung erleichtert dir im Anschluss die Wahl des Anhängers, in den sich dein Hund gerne hineinsetzt. 

Hund abmessen
Den Hund richtig abmessen

Generell wird bei den angebotenen Fahrradanhängern zwischen Modellen für große Hunde und Modellen für kleine Hunde unterschieden.

Nach der ersten Eingrenzung entscheiden die genauen Maße deines Hundes sowie die zusätzliche Ausstattung und deren Qualität darüber, welches Modell anzuraten ist.

Bei falsch gewählter Größe kann es zu Verletzungen während der Fahrt kommen. Ist er zu klein, könnte es zudem passieren, dass sich dein Hund eingeengt fühlt und den Anhänger von vorn herein meidet.

Die Abmessungen deines Hundes hängen mit denen des Anhängers folgendermaßen zusammen:

  • Länge: Der Hundefahrradanhänger sollte so lang sein wie dein Hund plus eine halbe Vorderbeinlänge (Ellbogenlänge).
  • Breite: Die richtige Breite eruierst du mit der doppelten Brustbreite deines Hundes.
  • Höhe: Damit sichergestellt ist, dass dein Hund ausreichend Platz hat, sollte er im Anhänger stehen können. Achte deshalb beim Kauf darauf, dass der Anhänger gleich hoch ist wie dein Hund.

Komfort

Wenn du dafür gesorgt hast, dass die Größe stimmt, sollte dein Augenmerk auf Elementen liegen, die den Komfort erhöhen. Ein Cabrio-Verdeck lässt einerseits genügend Licht hinein, wodurch sich dein Hund weniger ‚eingesperrt‘ fühlen wird. Andererseits erlaubt es ihm seinen Kopf rauszustrecken und etwas Frischluft während der Fahrt zu schnappen.

Hundeanhänger Komfort
Wichtige Qualitätskriterien bei Hundeanhänger

Vor allem in den warmen Sommermonaten ist es unentbehrlich, dass der Anhänger über eine gute Belüftung verfügt. Dafür braucht es genügend Netz-Einsätze und atmungsaktives Material. Diese Netze halten im Idealfall ebenfalls lästige Insekten wie Fliegen oder Mücken fern.

Damit du deinen Hund bei jedem Wetter mitnehmen kannst, ist ein Anhänger aus wasserabweisenden Stoffen sowie einem zusätzlichen Regenschutz zu wählen.

Während der Fahrt bringen luftbereifte Räder mit tendenziell geringerem Luftdruck bessere Federung und mehr Komfort.

Natürlich stellt eine eingebaute Federung das Nonplusultra dar, allerdings erhöht diese dementsprechend auch den Preis. Gefederte Hundeanhänger kosten schnell ab 400 Euro (Bsp. Petego Comfort Wagon).

Grafik-Legende: 1. Cabrio-Verdeck; 2. gute Belüftung; 3. Mückenschutz; 4. Regenschutz; 5. Luftbereifte Räder; a. stabiler Aluminiumrahmen; b. integrierte Hundeleine; c. Deichsel; d. stabile Kupplung; e. Sicherheitsband; f. Reflektoren; g. Wimpel

Sicherheit

Der Sicherheitsaspekt darf natürlich nicht zu kurz kommen. Im Gegenteil: Er hat höchste Priorität, wenn es um dich und deinen Hund als Teilnehmer im Straßenverkehr geht. Ein Aluminiumrahmen bietet nicht nur reichlich Stabilität, sondern lädt durch sein leichtes Gewicht auch zu längeren Reisen ein.

Bedenke bei der integrierten Hundeleine, dass sie lang genug ist, um deinem Hund einen Positionswechsel zu ermöglichen, ohne dass er sich dabei in der Leine verstrickt. Zu lang darf sie jedoch auch nicht sein, da ansonsten die Sicherheit darunter leidet.

Die Deichsel mit Kupplung und einem Sicherheitsband sollte den Anhänger kippsicher mit deinem Fahrrad verbinden – gerne vor dem Kauf austesten! Ferner dürfen Reflektoren und ein Wimpel für bessere Sichtbarkeit im Verkehr nicht fehlen. Wichtig: unbedingt auch ein Rücklicht am Anhänger anbringen!

Extras

Optimal ist es, wenn der Hundefahrradanhänger mehrere, niedrig gelegene Einstiegsmöglichkeiten aufweist. Dadurch wird der Ein- und Ausstieg insbesondere für ältere oder beeinträchtigte Hunde erleichtert. Für maximalen Komfort gibt es eigene Polsterungen für die Liegewanne, die sich einfach herausnehmen und reinigen lassen.

Lege einen vertrauten Gegenstand, wie ein Kissen, eine Decke oder ein Stofftier in den Anhänger. Dadurch wird dein Hund ruhiger und freundet sich schneller mit dem neuen Gefährt an.

Bei häufiger Mitnahme im Auto stellt die Möglichkeit des Faltens in eine möglichst kleine Form ein wichtiges Entscheidungsmerkmal dar. Soll der Anhänger gleichzeitig für Spazierrunden im Park oder zum Joggen dienen, achte beim Kauf auf eine Joggerfunktion und die dafür benötigten Zusatzteile.

Titelbild: ©Christian Müller – stock.adobe.com (Datei Nr.: 54967108)

Gerald Bacher

Gerald Bacher

Dank zahlreicher Produkttests haben wir uns Expertenwissen im Bereich Fahrradtransport-Lösungen angeeignet. Dadurch können wir die Stärken und Schwächen einzelner Produkte sehr gut beurteilen.

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