Wenn Sie mit einem Kinderfahrradanhänger unterwegs sind, transportieren Sie die wertvollste Fracht überhaupt: Einen der wichtigsten Menschen in Ihrem Leben. Dementsprechend großen Wert sollten Sie auch auf die Sicherheit legen. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie schon bald mit Ihrem Kind unterwegs sein möchten.

Tipps zum Kauf

Babyschale

Ein stabiles Gurtsystem ist ein wesentlicher Sicherheitsfaktor!

Schon beim Kauf können Sie viel für die Sicherheit Ihres Kindes tun. Natürlich kommt es hier auch auf Ihre Bedürfnisse an. Für Fahrten zum Kindergarten auf asphaltierten Strecken brauchen Sie nicht unbedingt die beste und teuerste Federung, für ausgedehnte Touren auf unebenen Straßen hingegen sehr wohl.

Wählen Sie auch, wenn es geht, einen stabilen Rahmen mit Überschlagsschutz. Wichtig ist natürlich auch ein stabiles 5 Punkte Gurtsystem und eine gute Verschließbarkeit des Anhängers, sodass Ihr Kind nicht während der Fahrt ausbüchsen oder in die Speichen greifen kann.

Achten Sie besonders auf TÜV-Zeichen oder andere Gütesiegel, um ein auf Sicherheit getestetes Produkt zu erwerben. Auch Produkttests im Internet können Aufschluss liefern. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, ob im Material Schadstoffe enthalten sind, oder ob das Produkt in diesem Punkt unbedenklich ist. Denn Sicherheit und Gesundheit liegen immerhin nah beieinander.

Vor der ersten Ausfahrt

Fahrradanhänger Zubehör

Achten Sie darauf, dass der Anhänger ordnungsgemäß montiert ist!

Sie haben sich also für ein geeignetes Modell entschieden und sind bereit für die erste Ausfahrt. Toll, Ihr Kind freut sich bestimmt genauso wie Sie selbst! Aber klären Sie bitte noch ein paar Punkte, bevor Sie sich das erste Mal auf die Straße wagen:

  • Ist der Anhänger ordnungsgemäß am Fahrrad befestigt und kann sich nicht lösen?
  • Passen Sie den Reifendruck an: Auf asphaltierten, unproblematischen Straßen darf er gerne höher sein, auf Schotterstraßen sollte er niedriger gehalten werden.
  • Drehen Sie zu Beginn ein paar Runden mit dem leeren Anhänger. Denn so eine Fahrt mit Anhänger ist eine große Umstellung, an die Sie sich erst gewöhnen sollten. Anschließend können Sie auch gerne noch eine Art „Generalprobe“ mit Ihrem Kind durchführen, indem Sie beispielsweise auf einer unbefahrenen Straße üben.
  • Achten Sie bei Ihren Übungen auch darauf, dass Sie das Wenden und Kurvenfahren mit dem Anhänger gut üben, denn hier entstehen in der Praxis die meisten Probleme.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind sich im Anhänger wohlfühlt. Wenn es Angst hat, gewöhnen Sie es lieber noch ein wenig daran. Schließlich ist es für die Kleinen eine besonders aufregende Situation, in denen sie ihren Eltern voll und ganz vertrauen müssen. Zur Beruhigung können zum Beispiel das liebste Stofftier oder ein spannendes Spielzeug oder Bilderbuch hilfreich sein.
  • Planen Sie Ihre Strecken im Voraus, damit Sie wissen, ob es besondere Hindernisse gibt, die es zu überwinden gilt. Vorbereitet fährt es sich besser.

Sicherheit im Straßenverkehr

Die Planung ist abgeschlossen, geübt haben Sie auch, nun geht es also raus auf die Straße. Dieses aufregende Ereignis soll natürlich möglichst stressfrei ablaufen. Das sind die besten Tipps für eine gelungene, und vor allem sichere Ausfahrt:

  • Wählen Sie ein geeignetes Tempo und fahren Sie gerade am Anfang eher langsam, damit Sie lernen, Bremswege richtig einzuschätzen. In der Praxis ist es zwar eher schwierig, Kinderfahrradanhänger zum Kippen zu bringen, aber unmöglich ist es nicht.
  • Vermeiden Sie extreme Berg- und Talfahrten. Erstere sind ungemütlich, da Sie das ganze Gewicht ziehen müssen, zweitere können sicherheitstechnisch problematisch werden, da der Anhänger aufs Fahrrad auffahren kann oder sich bei zu schnellen Abfahrten selbständig machen könnte.
  • Achten Sie auf schmalen Verkehrsinseln darauf, dass der Anhänger nicht auf der Fahrbahn stehen bleibt oder Ihr Rad auf die Straße ragt.
  • Verzichten Sie (am Anfang) auf riskante Überholmanöver.
  • Meiden Sie Treppen, schmale Wege und Drängelgitter, da diese für Anhänger nur schwer zu bewältigen sind.
  • Wenn ein Hindernis, wie zum Beispiel ein Bordstein oder ein großes Schlagloch vor Ihnen auftaucht, fahren Sie bitte nicht einfach darüber. Steigen Sie lieber ab und schieben Sie den Anhänger sanft darüber.
  • Wenn Sie sich damit sicherer fühlen, legen Sie ein Babyphon in den Anhänger, damit Sie hören, wenn es Ihrem Kind nicht gut geht.
  • Damit die kleinen vor aufgewirbelten Steinen oder Insekten geschützt sind, fahren Sie bitte immer mit geschlossenem Moskitonetz.

Dies klingt erstmal nach viel Input, aber wir möchten Sie damit keineswegs stressen oder überfordern. In erster Linie ist Ihr wachsames Auge gefragt. Denn was nützt Ihnen ein Kopf voller Regeln, wenn Sie zu gestresst sind, um sie anzuwenden?

Natürlich kann es nämlich auch sein, dass Sie alles richtig machen und ein Auto so schnell auf Sie zurast, dass Sie nicht mehr ausweichen können. Daher ist unser wichtigster Tipp: Seien Sie aufmerksam und behalten Sie stets den Verkehr im Auge! Alles andere regelt sich von selbst.

Es gibt einige Sicherheitsvorkehrungen, die Sie beim Anhänger für Ihr Kind treffen können, und auch sollen. Schließlich ist Sicherheit das A und O. Ein gut ausgestatteter, moderner Fahrradanhänger leistet schon sehr gute Dienste, doch im Endeffekt macht Ihr Fahrverhalten den Unterschied. Verzichten Sie Ihrem Kind zuliebe auf zu schnelle Talfahrten und riskante Überholmanöver – schließlich sollten ja beide die gemeinsamen Ausflüge genießen.

Posted by zweiradkraft